LandFrauen Lohne – Ein Abend voller Entscheidungen und Erinnerungen – LandFrauen Lohne entdecken ihre Lindenstraße neu
Ortsverein Lohne
Die LandFrauen Lohne trafen sich am 4. März 2026 zu ihrer Mitgliederversammlung im Industriemuseum Lohne. Die 1. Vorsitzende Britta Göttke begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder und blickte in ihrem Rückblick auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurück.
Auch der Kassenbericht, den Kassenwartin Annette Evers vorstellte, fiel positiv aus, sodass der Vorstand einstimmig entlastet wurde. Im Anschluss standen die turnusgemäßen Neuwahlen an, die von Susanne große Osterhus vom KreisLandFrauenverband Vechta e. V. geleitet wurden.
Britta Göttke wurde als 1. Vorsitzende bestätigt, ebenso Annette Evers als Kassenwartin. Neu in den Vorstand rückte Manuela Hackmann auf, die künftig das Amt der 2. Vorsitzenden übernimmt. Außerdem wurden Silke Meyer, Annegret Fischer und Bianca Heitmann in den Beirat gewählt.
Susanne große Osterhus gratulierte dem neuen Vorstand und wünschte ihm eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Mit herzlichen Worten verabschiedete der Verein durch Britta Göttke anschließend mehrere langjährige Vorstandsmitglieder: Beate Oevermeyer-Nordlohne, die acht Jahre im Beirat tätig war, Petra Fischer, die vier Jahre im Beirat mitwirkte, sowie Kerstin Bünger, die vier Jahre das Amt als 2. Vorsitzende und Schriftführerin wahrnahm. Als Dank für ihr Engagement überreichte Britta Göttke Blumen und ein Präsent.
Nach einem kleinen Imbiss im Foyer folgte ein besonderer Programmpunkt: Hans Vogel vom Heimatverein Lohne nahm die LandFrauen mit auf einen historischen Spaziergang durch die Lindenstraße – in Form eines lebendigen Bildervortrags. Gedanklich führte er die Zuhörerinnen vom östlichen Beginn der Straße über die frühere Gaststätte Brinkmann und Lönsquelle, vorbei an der Schule in Nordlohne, der Ziegelei Meistermann, der Zimmerei Rottinghaus und der Schmiede Wichelmann. Auch die Tischlerei Emke, das Schuhgeschäft Benke, das Kaufhaus Selve und das markante Gebäude von Hitalo mit seiner grünen Fassade fanden ihren Platz in der Erzählung.
Ebenso erinnerte er an das frühere Kolpinghaus, das heute die Pizzeria Al Gambero beherbergt. Ein besonderes Augenmerk legte Hans Vogel auf das Pillhuhn, eine Kultkneipe, die seit rund 40 Jahren zu den legendärsten Treffpunkten der Stadt gehört. Mit ihrer seit Jahrzehnten unveränderten Inneneinrichtung und dem Ausschank ausschließlich aus der Flasche ist sie bis heute ein beliebter Ort für Nachtschwärmer, Abiturjahrgänge und Junggebliebene – ein Stück Lohner Kneipenkultur, das sich seinen ganz eigenen Charme bewahrt hat.
Auch das Filmtheater Capitol, dessen Saal einst als einer der schönsten der Region galt, wurde vorgestellt. Der erste Film, der dort gezeigt wurde, trug den Titel „Vergiss die Liebe nicht“. Darüber hinaus erinnerte Hans Vogel an das Kaiserliche Postamt und die zahlreichen Gaststätten entlang der Straße wie den Lindenhof, Erwins Pub und Schaland. Das Busunternehmen Schomaker, früher mit mehreren Standorten an der Lindenstraße vertreten, ist heute am Krimpenforter Berg zu finden.
Der THW, der über zwei Jahrzehnte an der Ecke Wichelmannstraße/Lindenstraße ansässig war, hat inzwischen seinen neuen Standort am Bergweg mit eigenem Übungsgelände. Zum Abschluss des Vortrags widmete sich Hans Vogel einem besonderen Kapitel der Verkehrsgeschichte: 1962 erhielt Lohne an der Kreuzung Lindenstraße/Brinkstraße/Marktstraße seine erste Ampel – damals noch handbetrieben vom Polizeibeamten Karl-Heinz Helmes. Abgerundet wurde der Abend mit einem Blick auf die Namensgebung der Lindenstraße, die auf die Lindenbäume zurückgeht, die einst das Straßenbild prägten und der Straße ihren charakteristischen Charakter verliehen – auch wenn viele von ihnen im Laufe der Jahre dem Straßenausbau weichen mussten.


























































