LandFrauen Lohne – Süße Pause, große Marke: Vom Hofcafé Müdehorst zu Dr. Oetker
Ortsverein Lohne
Wir Lohner LandFrauen machten uns auf den Weg nach Bielefeld, um die Dr. Oetker Welt zu besichtigen. Bevor es jedoch zur bekannten Lebensmittelmarke ging, legten wir eine gemütliche Kaffeepause im Hofcafé zur Müdehorst ein. Das Café befindet sich auf einem denkmalgeschützten Bauernhof, auf dem uns bereits eine beeindruckende Auswahl an selbstgebackenen Torten erwartete. Der Ort ist reich an Geschichte: Schon im Jahr 789 gründete der Edelherr Waltger von Dornberg hier das erste Kloster in Westfalen, dessen Reste noch heute im Erdreich verborgen liegen. Zu Zeiten Napoleons, im Jahr 1811, verlief die Staatsgrenze zu Frankreich nahezu direkt am Garten – zum damaligen Königreich Westfalen. Seit 2008 existiert das Café im idyllischen Schwarzbachtal, wo bis heute Wiesen, Schafe und Gänse das Bild prägen. Besonders eindrucksvoll ist der reich verzierte Deelenbalken, geschmückt mit bunten Kraggen, Engeln und Versen – ein echtes Schmuckstück westfälischer Hofkultur. Nach dieser genussvollen Pause führte uns die Fahrt weiter zur Dr. Oetker Welt. Die Geschichte des Unternehmens Dr. Oetker beginnt im Jahr 1891, als der junge Apotheker Dr. August Oetker die Aschoff’sche Apotheke in Bielefeld übernahm. Dort entwickelte er ein Produkt, das den Grundstein für den späteren Welterfolg legte: das Backpulver „Backin“. Sein Anspruch war es, ein Backpulver zu schaffen, das zuverlässig gelingt und das Backen für alle einfacher macht. Mit dieser Idee traf er den Nerv der Zeit – und „Backin“ wurde schnell zu einem Verkaufsschlager. Aus der kleinen Apotheke entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten ein stetig wachsendes Unternehmen, das sein Sortiment kontinuierlich erweiterte. Neben Backzutaten kamen bald Puddingpulver, Dessertprodukte und später Tiefkühlwaren wie die heute weltbekannte Dr. Oetker Pizza hinzu. Trotz des Wachstums blieb das Unternehmen ein Familienbetrieb, der bis heute von den Werten seines Gründers geprägt ist: Qualität, Verlässlichkeit und Innovationsfreude. Heute arbeiten weltweit über 16.500 Menschen für Dr. Oetker. Die Produktionszahlen sind beeindruckend: 2,3 Millionen Pizzen werden täglich hergestellt, dazu rund 540.000 Tütchen Backpulver. Das moderne Hochregallager des Unternehmens bietet Platz für 15.000 Paletten – ein logistisches Meisterwerk, das zeigt, welche Dimensionen das Unternehmen inzwischen erreicht hat. Und was einst mit einer Apotheke und einer Idee begann, ist heute ein international erfolgreiches Familienunternehmen – und gleichzeitig ein Stück deutscher Wirtschaftsgeschichte. Denn heute gehört Dr. Oetker zu den bedeutendsten Lebensmittelherstellern Europas. Nach der informativen Führung durften wir uns auf hausgemachte Spezialitäten freuen: Wir probierten den Seelenwärmer – Geschmack Vanille, verschiedene Müslisorten und natürlich auch Pizzen aus dem Hause Oetker. Vor der Abfahrt bot sich uns im kleinen Verkaufsraum die Gelegenheit, einige Produkte käuflich zu erwerben. Zusätzlich erhielten wir vom Unternehmen eine kleine Tüte mit Produkten als Geschenk – eine nette Überraschung zum Abschluss. So ging ein informativer und abwechslungsreicher Tag schneller zu Ende als erwartet. Und eines können wir jetzt mit einem Lächeln sagen: Bielefeld gibt es doch.
















































































